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Kernphysik
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Die Kernphysik (oder Nuklearphysik) ist der Teilbereich der Physik, der sich mit dem Aufbau und dem Verhalten von Atomkernen beschäftigt. Während die Atomphysik sich mit der Physik der Atomhßlle befasst, ist die Kernphysik mit der Aufklärung der Kernstruktur, also den Einzelheiten des Aufbaus der Atomkerne und ihrer Reaktionsweisen beschäftigt. Hierzu werden beispielsweise spontane Umwandlungen der Kerne (Radioaktivität), Streuvorgänge an Kernen und Reaktionen mit Kernen experimentell und theoretisch untersucht.
Die Hochenergiephysik und Elementarteilchenphysik haben sich aus der Kernphysik heraus gebildet und wurden daher frĂźher mit zu ihr gezählt; die eigentliche Kernphysik wurde dann zur Unterscheidung manchmal als Niederenergie-Kernphysik bezeichnet. Die Reaktorphysik ist zu groĂen Teilen aus der Kernphysik heraus entstanden.
Die auf der Kernspaltung und Kernfusion beruhenden Technologien zur friedlichen Nutzung von Kernenergie (siehe Kerntechnik) und fĂźr militärische Zwecke haben sich u. a. aus bestimmten Forschungsergebnissen der Kernphysik entwickelt. Es ist aber irrefĂźhrend, dieses technisch-wirtschaftlich-politische Gebiet als âdie Kernphysikâ zu bezeichnen.
Personen, die in diesem Fachgebiet arbeiten oder gearbeitet haben, werden als Kernphysiker bezeichnet. Umgangssprachlich wird auch der Begriff âAtomwissenschaftlerâ verwendet. In der Anfangsphase sprach man von Atomphysikern, wobei die Atomphysik, wie oben erwähnt, eine eigene Disziplin ist.
Contents
⢠Beschreibung
⢠Aufgaben
⢠Geschichte
⢠Radioaktivität
⢠Kernmodelle
⢠Kernreaktionen
⢠Kernspaltung
⢠Deutschland
⢠Siehe auch
⢠Literatur
⢠Einsteiger
⢠Fachbßcher
⢠Klassiker
⢠Sachliteratur
⢠Weblinks
⢠Einzelnachweise
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Beschreibung
Kernphysik wird sowohl theoretisch als auch experimentell betrieben. Ihr wichtigstes theoretisches Hilfsmittel ist die Quantenmechanik. Experimentelle Werkzeuge sind z. B. Kernreaktoren (speziell die Forschungsreaktoren), Teilchen- und Strahlungsdetektoren, Teilchenbeschleuniger und die Vakuumtechnik. Diese und andere Werkzeuge befinden sich häufig als Teil weiterer Gebäude auf einem dafßr eingerichteten Forschungszentrum. Zusammengefasst spricht man von Kernanlagen oder kerntechnischen Anlagen, umgangssprachlich auch von Atomanlagen. Es gibt jedoch auch Institute, die Kern- oder Nuklearforschung ohne Anlagen betreiben oder betrieben haben, beispielsweise das Niels-Bohr-Institut.
Aufgaben
Die Aufgabe der âreinenâ Kernphysik im Sinne von Grundlagenforschung ist die Aufklärung und Erklärung der Kernstruktur, also der Einzelheiten des Aufbaus der Atomkerne, sowie ihres Verhaltens in Kernreaktionen.
Aus der Untersuchung der Radioaktivität und von Reaktionen mit Kernen haben sich viele Anwendungen entwickelt, beispielsweise
⢠Energiegewinnung aus Kernreaktionen mittels Kernreaktoren und Kernfusionsreaktoren,
⢠medizinische Diagnose- und Therapieverfahren (etwa Szintigraphie, Brachytherapie), zusammengefasst Nuklearmedizin genannt,
⢠chemische Anwendungen in der Radiochemie bzw. Kernchemie,
⢠Verfahren zur vorbeugenden Schadenserkennung in Rohrleitungen mittels Gammastrahlung,
⢠Herstellung von Materialoberflächen mit besonderen Eigenschaften mittels Ionenimplantation,
⢠Hilfsmethoden fßr andere Forschungsgebiete wie die Radiokohlenstoffdatierung in der Archäologie oder die Kosmochemie.
Typische GrĂśĂenordnungen im Bereich der Atomkerne und Kernprozesse sind
⢠Längen: 1 Fermi = 1 fm = 10â15 m
Ein Atomkern ist aus Z Protonen und N Neutronen aufgebaut, zusammen als A=Z+N Nukleonen bezeichnet. Im neutralen Atom kommen Z Elektronen hinzu. Die Anzahl Z der Protonen heiĂt Kernladungszahl und ist auch die die Ordnungszahl des betreffenden chemischen Elementes. Die Masse des Kerns wird fast ausschlieĂlich durch die Gesamtzahl A der Nukleonen bestimmt, A wird deshalb auch Massenzahl genannt. Atomarten mit gleicher Ordnungszahl gehĂśren zum selben Element, bei unterschiedlicher Neutronenzahl werden sie als Isotope des jeweiligen Elements bezeichnet. Während die chemischen Eigenschaften (fast) nur von der Ordnungszahl des Kerns abhängen, werden seine physikalischen Eigenschaften sowohl von der Ordnungszahl als auch von der Neutronenzahl bestimmt.
Bei der Beschreibung von Kernreaktionen und StoĂvorgängen ist der Begriff des Wirkungsquerschnitts von Bedeutung. Der Wirkungsquerschnitt fĂźr einen bestimmten Vorgang ist ein MaĂ fĂźr die Wahrscheinlichkeit, dass dieser Vorgang im Einzelfall eintritt.
Geschichte
Die Darstellung orientiert sich vor allem an Friedrich Hund: Geschichte der physikalischen Begriffecite-ref-1[1] und JĂśrn Bleck-Neuhaus: Elementare Teilchen.cite-ref-2[2] Siehe auch die Ăźbergeordnete Chronologie unter Atomzeitalter.
Radioaktivität
Siehe auch
:
Entdeckung der Radioaktivität
Die natĂźrliche Radioaktivität wurde 1895 von Antoine Henri Becquerel anhand der Schwärzung einer Fotoplatte entdeckt, aber erst gegen 1915 richtig als kernphysikalische Erscheinung eingeordnet. Wichtige Entdeckungen, zunächst vor allem durch Pierre Curie und Marie Curie, waren, dass es verschiedene radioaktive Elemente gibt, die zum Teil auch erst in dem Prozess entstehen. Becquerel und das Ehepaar Curie erhielten fĂźr ihre Versuche zur Radioaktivität, die man als den historischen Beginn der Kernforschung bezeichnen kĂśnnte, 1903 den Nobelpreis fĂźr Physik. Die Strahlen wurden anfangs nur durch ihre verschiedene Durchdringungsfähigkeit unterschieden und 1900 von Ernest Rutherford Alpha-, Beta- und Gammastrahlen benannt. Er entdeckte 1900, dass die radioaktiven Elemente sich in andere Elemente umwandeln, sowie das Zerfallsgesetz, das den exponentiellen Zerfall einer reinen radioaktiven Substanz beschreibt. Da die Radioaktivität sich nicht durch chemische oder physikalische Beeinflussung beschleunigen oder verzĂśgern lässt, schloss er richtig, dass es sich bei den Umwandlungen um rein zufällige Prozesse handeln muss. Der Zufallscharakter der ganzen Erscheinung wurde durch Egon von Schweidler 1905 anhand der erwarteten statischen Fluktuationen nachgewiesen und konnte auch durch Szintillation (William Crookes 1903) und Teilchenspuren in der Nebelkammer (Charles Wilson 1911) sichtbar gemacht werden. Solche Beobachtungen haben nicht unwesentlich dazu beigetragen, aus der Hypothese, dass es Atome gäbe, eine wissenschaftliche Gewissheit zu machen. 1909 zeigt Rutherford weiter, dass es sich bei Alphateilchen um doppelt ionisierte Heliumatome handelt. Nach den 1912/13 von Kasimir Fajans und Frederick Soddy gefundenen Verschiebungssätzen war klar, dass das chemische Element sich bei Alpharadioaktivität um Î Î Z = â â 2 {\displaystyle \Delta Z=-2} ändert, bei Betaradioaktivität um Î Î Z = + 1 {\displaystyle \Delta Z=+1} , und dasselbe bleibt bei Gammaradioaktivität ( Î Î Z = 0 {\displaystyle \Delta Z=0} ). Unerklärbar war die hohe Energie der einzelnen Alpha- oder Betateilchen, um GrĂśĂenordnungen hĂśher als die Energieumsätze (pro Atom) bei chemischen Reaktionen. Gammastrahlen wurde 1914 von Rutherford durch Beugung an Kristallen als extrem kurzwellige elektromagnetische Wellen identifiziert.
Die lange Lebensdauer der Alphastrahler wurde 1928 von George Gamov auf den quantenmechanischen Tunneleffekt zurĂźckgefĂźhrt, der vor allem auch ihre Abhängigkeit von der Energie der Alphateilchen erklären konnte. Zur Erklärung der Betaradioaktivität postulierte Enrico Fermi 1934 eine eigene schwache Wechselwirkung, in der die emittierten Elektronen zusammen mit den (damals hypothetischen) Neutrinos nach der Einsteinformel E = m c 2 {\displaystyle E=m\,c^{2}} erst entstehen. Die Entstehung der Gammastrahlung wurde, wie die Lichtemission von Atomen, durch die 1928 von Paul Dirac vorgeschlagene und 1932 von Fermi weiter ausgearbeitete Quantenelektrodynamik beschrieben. Die z. T. extrem langen Lebensdauern, die bei âisomeren Kernenâ auch hier auftreten, wurden 1935 durch Carl Friedrich von Weizsäcker darauf zurĂźckgefĂźhrt, dass anders als in der AtomhĂźlle in diesen Fällen die betreffenden Gammaquanten mit einem hohen Drehimpuls erzeugt werden mĂźssen.
Entdeckung des Atomkerns
Bereits im Jahre 1903 folgerte Philipp Lenard aus der Ăźberraschenden Durchlässigkeit von Metallfolien fĂźr schnelle Elektronen, dass Atome einen äuĂerst kleinen schweren Kern besitzen mĂźsstencite-ref-3[3] und widersprach damit dem gleichzeitig entstandenen Thomsonschen Atommodell (âRosinenkuchen-Modellâ, englisch plum pudding model). Diesem allerdings allgemein akzeptierten Modell zufolge sollte das Atom aus Elektronen in einer diffusen positiv geladenen Wolke in gleichmäĂig verteilter, positiv geladener Masse bestehen. Das eigentliche SchlĂźsselexperiment bei der Entdeckung des Atomkerns gelang 1910 dem Doktoranden Ernest Marsden im Labor des Nobelpreisträgers Ernest Rutherford. Bei Kontrollversuchen zur Herstellung eines scharf begrenzten Strahls von Îą-Teilchen hatte er bemerkt, dass die Teilchen durch dĂźnne Metallfolien zwar zu 99,99 % fast ohne Ablenkung hindurchgehen, in vereinzelten Fällen aber auch um mehr als 90° abgelenkt werden. Diese starke Ablenkung stand im Widerspruch zum Ergebnis, das nach dem Thomsonschen Atommodell erwartet werden musste. Bekannt war, dass Îą-Teilchen ionisierte Atome des Edelgases Helium sind und weder von den positiv geladenen Wolken noch von zahlreichen ZusammenstĂśĂen mit den Elektronen so weit von ihrer Bahn abgelenkt werden kĂśnnten. Ziel der Versuche in Rutherfords Labor war es eigentlich, die Eigenschaften dieser Wolke näher zu untersuchen. Rutherford interpretierte das unerwartete Ergebnis so, dass die Atome der Folie grĂśĂtenteils aus leerem Raum bestanden, der die Alphateilchen ungehindert passieren lieĂ, während kleine, elektrisch geladene Partikel darin existierten, die die Alphateilchen aufgrund ihrer groĂen Masse bei einem der seltenen besonders engen ZusammenstĂśĂe sehr stark aus ihrer Bahn werfen konnten. Kurze Ăberschlagsrechnungen zeigten Rutherford, dass diese âKerneâ mindestens 1000 Mal kleiner als das Atom sein, aber praktisch seine ganze Masse enthalten mussten. Ob sie positiv oder negativ geladen waren, lieĂ sich auf diesem Weg nicht entscheiden.
Diese Vorstellung wurde unterstĂźtzt durch Henry Moseley, der 1915 bei 40 Elementen nachwies, dass die Photonen der charakteristischen RĂśntgenstrahlung der schweren Elemente genau der Formel genĂźgten, die 1913 von Niels Bohr fĂźr die innersten Bahnen des Elektrons im Coulombfeld einer positiven Punktladung aufgestellt worden waren, wenn die richtige Ordnungszahl fĂźr die Kernladung eingesetzt wurde. Die Durchmesser dieser Bohrschen Bahnen sind bis zu 100-mal kleiner als der Atomdurchmesser.
Eine endliche GrĂśĂe des Atomkerns war, ebenfalls von Rutherford, 1919 dadurch nachgewiesen worden, dass die Ablenkung von Alphateilchen, die dem Mittelpunkt des Coulombpotentials näher als einige fm gekommen waren, nicht mehr der fĂźr Punktladungen berechneten Häufigkeitsverteilung folgte. Dies Phänomen heiĂt âanomale Rutherfordstreuungâ und diente noch bis in die 1950er Jahre zur genaueren Bestimmung der Kernradien.
Bestandteile und GrĂśĂe des Atomkerns
1919 fand Rutherford auf einer Aufnahme mit der Nebelkammer den Beweis, dass ein energiereiches Alphateilchen aus einem Stickstoffkern einen Wasserstoffkern herausgeschlagen hatte. Er sah im Wasserstoffkern einen universellen Baustein aller Kerne und gab ihm den Namen âProtonâ. Da durch die Massenspektrometrie um diese Zeit schon festgestellt worden war, dass die Atome aller Elemente nahezu ganzzahlige Atomgewichte A hatten, nahm Rutherford an, die Kerne mit Massenzahl A und Ordnungszahl Z seien aus einer Anzahl A Protonen und (AâZ) Elektronen zusammengesetzt. Dieses Proton-Elektron-Modell wurde lange Zeit als gĂźltig angenommen, bis 1932 von James Chadwick das Neutron entdeckt wurde.
Kernspin, magnetisches Dipolmoment, elektrisches Quadrupolmoment
Die Hyperfeinstruktur, eine Aufspaltung der Spektrallinien von der GrĂśĂenordnung 1:10â5 (im optischen Bereich) wurde 1924 entdeckt und durch die Existenz eines Kernspins gedeutet, der ein magnetisches Moment des Kerns bedingt. Je nach Einstellwinkel zum Drehimpuls bzw. magnetischem Moment der AtomhĂźlle ergeben sich diese extrem geringen Zusatzenergien. Aus der Zahl der durch die Aufspaltung entstandenen Linien und ihrer Verschiebung in einem zusätzlich angelegten Magnetfeld (Zeeman-Effekt) konnte 1927 zum ersten Mal der Spin eines schweren Kerns bestimmt werden ( 83 209 B i , I = 9 / 2 {\displaystyle {}_{83}^{209}\mathrm {Bi} ,\ I=9/2} ).
Der Spin 1/2 des Protons wurde 1927 anhand eines scheinbar sehr fernliegenden Phänomens nachgewiesen, einer Anomalie in der Temperaturabhängigkeit der spezifischen Wärme von Wasserstoff bei Temperaturen unter 100 K. Die Erklärung beruht darauf, dass das H2-MolekĂźl bei diesen Temperaturen in einer von zwei stabilen allotropen Formen vorliegt, bei denen sich die Spins der beiden Protonen zu 0 oder zu 1 koppeln. Der Energieunterschied beider Formen ist extrem klein (ca. 10â12 eV), die quantenmechanischen Zustände der MolekĂźle haben aber entgegengesetzte Symmetrie und zeigen daher verschiedene Rotationsspektren. Diese drĂźcken sich bei tiefen Temperaturen in der spezifischen Wärme aus.
Das magnetische Moment des Protons wurde von Otto Stern u. a. nachgewiesen, indem an einem extrem eng fokussierten H2-Molekßlstrahl in einem inhomogenen Magnetfeld eine geringe Aufweichung beobachten konnten. Der Versuch ist analog zur Aufspaltung eines Atomstrahls mit Atomen mit einem ungepaarten Elektron (Stern-Gerlach-Versuch von 1923). Die Ablenkung der Molekßle durch die Kraft auf die Momente der beiden Protonen war ca. 700 Mal kleiner als die, die vom magnetischen Moment der beiden Elektronen verursacht wßrde, und blieb ßberhaupt nur sichtbar, weil die beiden Elektronen im H2-Molekßl ihre magnetischen Momente exakt antiparallel ausrichten. Der ermittelte Protonen-g-Faktor von mindestens g = 5 (statt wie beim Elektron g = 2 oder wie klassisch erwartet g = 1) zeigte, dass Proton und Elektron grundlegend verschiedene Elementarteilchen sind. 1937 erweiterte Isidor Rabi die Apparatur so, dass die magnetische Energieaufspaltung mittels einer Resonanzmethode nachzuweisen war. Damit steigerte er die Genauigkeit auf 4 Dezimalstellen und maà auch das magnetische Moment anderer Kerne, u. a. das des Deuterons, das (näherungsweise) die Summe der Momente von Proton und Neutron ist. Der Spin des Neutrons war bereits durch Beobachtung der optischen Hyperfeinstruktur an geeigneten Kernen zu 1/2 ermittelt worden.
Ab 1935 wurde in der Hyperfeinstruktur von Kernen mit Kernspin ⼠1 entdeckt, dass die Niveauabstände nicht genau der linearen Abhängigkeit folgten, die bei Wechselwirkung von Dipolen gilt, sondern einen quadratischen Beitrag hatten. Die mÜgliche Erklärung war das elektrische Quadrupolmoment aufgrund einer permanenten Abweichung von der Kugelgestalt. Dies wurde erst im Lauf der 1940er Jahre allmählich akzeptiert.
Massendefekt, Bindungsenergie, Fusion, Spaltung
Um 1920 war durch die immer genaueren Massenbestimmungen der Kerne in Massenspektrometern erwiesen, dass alle Kerne etwas leichter sind als die Summe der Massen ihrer Bausteine (damals als Protonen und Elektronen angenommen). Einen Zusammenhang mit der Bindungsenergie vermutete erstmals Arthur Eddington, das war die erste praktische Anwendung der Einsteinschen Formel E = m c 2 {\displaystyle E=m\,c^{2}} auf gemessene Daten. Eddington sah in der Fusion von Wasserstoff zu Helium auch schon die Quelle der sonst physikalisch nicht zu erklärenden Energieabstrahlung der Sonne. Allerdings fusionieren die Protonen in der Sonne grĂśĂtenteils nicht direkt, sondern Ăźber den durch Kohlenstoff katalysierten Bethe-Weizsäcker-Zyklus, benannt nach seinen Entdeckern 1938 Hans Bethe und Carl Friedrich von Weizsäcker.
Anfang der 1930er Jahre war bei allen Kernen der Massendefekt mit ca. 1 % Genauigkeit bestimmt worden. Zur gleichen Zeit erreichten die Teilchenbeschleuniger Energien knapp unter 1 MeV, sodass es mĂśglich war, bei Reaktionen wie 3 7 L i + 1 1 H â â 2 4 H e + 2 4 H e {\displaystyle {}_{3}^{7}\mathrm {Li} +{}_{1}^{1}\mathrm {H} \to {}_{2}^{4}\mathrm {He} +{}_{2}^{4}\mathrm {He} } eine vollständige Bilanz der Massen und kinetischen Energien aufzustellen. Einsteins Formel wurde damals mit 10 % Genauigkeit bestätigt.
Demnach war Kernspaltung energetisch mĂśglich, galt aber als ausgeschlossen, bis sie durch Otto Hahn, Fritz Strassmann und Lise Meitner 1938/39 Ăźberraschend entdeckt wurde. Mit dem Ziel, die Energiefreisetzung von Ăźber 200 MeV pro Urankern fĂźr eine Bombe nie dagewesener ZerstĂśrungskraft auszunutzen, setzte in Deutschland, GroĂbritannien und den USA eine intensive staatliche Forschung ein. Die FĂźlle der dabei gewonnenen Daten und Erkenntnisse wurde groĂenteils erst in den 1950er Jahren der allgemeinen Wissenschaft zur VerfĂźgung gestellt. 1942 wurde in den USA der erste Kernreaktor in Betrieb gesetzt. Das erste neue chemische Element, Plutonium (Z = 94), das auch fĂźr eine Bombe geeignet war, wurde in Reaktoren (durch Neutroneneinfang an Urankernen) tonnenweise hergestellt. Die Fusion von Wasserstoff zu Helium (in der Form 1 3 H + 1 2 H â â 2 4 H e + 0 1 n {\displaystyle {}_{1}^{3}\mathrm {H} +{}_{1}^{2}\mathrm {H} \to {}_{2}^{4}\mathrm {He} +{}_{0}^{1}\mathrm {n} } ) wurde 1952 in der ersten H-Bombe realisiert. Bei weiteren Testexplosionen mit immer stärkeren Bomben wurden in den Ăberresten weitere, durch vielfachen Neutroneneinfang neu gebildete Transurane nachgewiesen (um 1960 etwa bis Z = 103). Zu den Einzelheiten siehe Kernwaffe und Kernwaffentechnik.
Kernmodelle
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Hauptartikel
:
Atomkern
Bezßglich der Zusammensetzung der Kerne wurde das Proton-Elektron-Modell von 1920 nach der Entdeckung des Neutrons 1932 durch das Proton-Neutron-Modell abgelÜst. Fßr die einzigartige Stärke der Anziehungskräfte wurde eine eigene Starke Wechselwirkung postuliert, deren mÜgliches Zustandekommen zusammen mit ihrer kurzen Reichweite erstmals 1937 von Hideki Yukawa durch den ständige Erzeugung, Austausch und Absorption eines hypothetischen Teilchens gedeutet wurde. Dieses Teilchen wurde von Cecil Powell 1947 in der HÜhenstrahlung entdeckt und Pion genannt.
FĂźr die Bindungsenergie und damit den Massendefekt stellte Carl Friedrich v. Weizsäcker 1935 das TrĂśpfchenmodell auf, in dem das Zusammenwirken von starker Kernkraft und elektrostatischer AbstoĂung rein phänomenologisch modelliert wird. Ein darĂźber hinausgehendes Verständnis der Struktur der Kerne wurde erst 1949 durch das Schalenmodell von Maria Goeppert-Mayer und (unabhängig) J. Hans D. Jensen mĂśglich, die analog zum Schalenmodell der AtomhĂźlle die Nukleonen als gebundene Teilchen in einem gemeinsamen sphärischen Potentialtopf betrachteten. Damit setzten sie sich darĂźber hinweg, dass das Zustandekommen dieses gemeinsamen Potentials aus der kurzreichweitigen Kernkraft heraus nicht zu begrĂźnden war. Das Schalenmodell war äuĂerst erfolgreich u. a. bei der Erklärung der âmagischen Zahlenâ, die die Kerne mit besonders fester Bindung auszeichneten, sowie der Abfolge von Kernspins und magnetischen Momenten bei einem sukzessiven Aufbau der Kerne aus Protonen und Neutronen. Im Jahr 1963 wurden Wigner (fĂźr Symmetrie-Prinzipien), Goeppert-Mayer und Jensen (jeweils fĂźr das Schalenmodell) der Nobelpreis fĂźr Physik verliehen.cite-ref-4[4] Allerdings konnte das Schalenmodell mit seinem kugelsymmetrischen Potentialtopf weder die Quadrupolmomente noch die kollektiven Anregungen deuten, die sich mit der Entwicklung der Gammaspektroskopie mit Szintillationszählern in immer mehr Anregungsspektren von Kernen zwischen den magischen Zahlen zeigten. Basierend auf Ideen von James Rainwater schlugen Aage Bohr und Ben Mottelson 1954 das Kollektivmodell mit stabiler ellipsoidischer Deformation vor. Rainwater, Bohr und Mottelson wurden im Jahr 1975 dafĂźr zur gleichen Teilen der Nobelpreis verliehen.cite-ref-5[5] Mit dem Schalenmodell als einem Modell unabhängiger Teilchenbewegungen schien das zunächst schwer zu vereinbaren. Das schlieĂlich erfolgreiche vereinheitlichte Modell wurde in den 1960er Jahren ausgearbeitet.cite-ref-6[6]cite-ref-7[7]
Kernreaktionen
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Hauptartikel
:
Kernreaktion
Nach dem elastischen StoĂ von Heliumkernen an Goldkernen im Rutherfordexperiment von 1910 wurde eine echte Reaktion zwischen zwei Kernen erstmals 1919 in einer Nebelkammeraufnahme beobachtet, ebenfalls von Rutherford. Sie fĂźhrte zu der Entdeckung, dass der Wasserstoffkern in anderen Kernen als Baustein enthalten ist, weshalb er einen eigenen Namen erhielt: Proton (Reaktion 7 14 N + 2 4 Îą Îą â â 8 17 O + 1 1 p {\displaystyle {}_{\ 7}^{14}\mathrm {N} +{}_{2}^{4}\alpha \to {}_{\ 8}^{17}\mathrm {O} +{}_{1}^{1}\mathrm {p} } ). Um dieselbe Zeit wurden durch anomale Rutherfordstreuung (s. o.) die ersten Kernradien bestimmt. James Chadwick zeigte 1930 durch elastische Streuung von Alphastrahlen in Heliumgas erstmals die Verdoppelung der 90°-Ablenkung, die von der Quantenmechanik allein aufgrund der Ununterscheidbarkeit der stoĂenden Teilchen vom Typ Boson vorhergesagt wird. 1933 zeigte Christian Gerthsen, der theoretischen Vorhersage entsprechend, an der Streuung von Protonen in Wasserstoff den umgekehrten Effekt beim StoĂ von identischen Fermionen. 1932 wurde durch Chadwick das Neutron als Baustein der Kerne nachgewiesen, indem er die Strahlung schwerer neutraler Teilchen nach dem Beschuss von Be mit Alphateilchen analysierte (Reaktion 4 9 B e + 2 4 Îą Îą â â 6 12 C + 0 1 n {\displaystyle {}_{4}^{9}\mathrm {Be} +{}_{2}^{4}\alpha \to {}_{\ 6}^{12}\mathrm {C} +{}_{0}^{1}\mathrm {n} } ). Die bei der Streuung von Neutronen an Kernen bei bestimmten Energien zu beobachtenden scharfen Maxima im Wirkungsquerschnitt (Resonanzen) wurden 1936 durch Niels Bohrs Modell der kurzzeitigen Bildung eines angeregten Compoundkerns erklärt, der seine Energie dann in verschiedener Form abgeben kann. Darunter ist der endgĂźltige Einfang des Neutrons, der zu einem schwereren Isotop fĂźhrt, als es in der Natur vorkommt, und der sich in einem nachfolgender Betazerfall zum Kern eines schwereren Elements umwandelt (ab 1939, zuerst 93 239 N p , 94 239 P u {\displaystyle {}_{\ 93}^{239}\mathrm {Np} ,{}_{\ 94}^{239}\mathrm {Pu} } , später in den Ăberresten von H-Bomben-Explosionen bis etwa Z = 100). 1938 wurde durch Hahn, StraĂmann und Meitner entdeckt, dass Neutroneneinfang auch Kernspaltung auslĂśsen kann. Ab 1946 wurden neue Elementarteilchen entdeckt, die in Kernreaktionen der HĂśhenstrahlung und an Teilchenbeschleunigern entstanden waren (Pion, Lambdateilchen etc.). Die MĂśglichkeit, einen Kern durch das elektrische Feld beim Vorbeiflug eines schnellen zweiten Kerns anzuregen (Coulombanregung), wurde ab 1949 zum Studium kollektiver Anregungen genutzt. Zugleich begann die Erforschung der TeilchenĂźbertragung in Reaktionen mit schnellen Projektilen (z. B. Abstreifen eines Neutrons aus einem vorbeifliegenden Deuteron), die durch den neuen Reaktionsmechanismus der direkten Reaktion erklärt wurde und eine FĂźlle von Daten zur Struktur der Kerne in den so gebildeten Zuständen hervorbrachte. Ab den 1960er bis 1970er Jahren wurden zunehmend an Schwerionenbeschleunigern die Reaktionen von zwei schweren Kernen bei hochenergetischen StĂśĂen untersucht. Als neuer Typ zeigte sich dabei die tiefinelastische Reaktion, bei der das Projektil tief in den Targetkern eindringt, die Kernmaterie gleichsam zum âAufkochenâ bringt und Anzeichen eines Phasenwechsels analog zur Verdampfung einer FlĂźssigkeit hervorruft. Mit solchen Reaktionen wurden die extrem schweren und meist kurzlebigen Kerne oberhalb von Z = 99 hergestellt. Ist das hochenergetische Projektil hingegen ein Proton, findet häufig eine Spallation statt, das ist im ersten Schritt eine Verteilung der Einschussenergie auf alle Nukleonen des getroffenen Kerns, gefolgt von Abregung durch Verdampfung von (vorzugsweise) Neutronen oder Spaltung.
Kernspaltung
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Hauptartikel
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Kernspaltung
Otto Hahn und sein Assistent Fritz StraĂmann entdeckten im Dezember 1938, dass durch Bestrahlung mit Neutronen Urankerne gespalten werden (induzierte Kernspaltung). Später wurde nachgewiesen, dass bei diesem Prozess ein groĂer Energiebetrag sowie weitere Neutronen freigesetzt werden, sodass eine Spaltungs-Kettenreaktion und damit die Freisetzung technisch nutzbarer Energiemengen in kurzer Zeit, also bei hoher Leistung, mĂśglich ist. Darauf begannen, etwa gleichzeitig mit dem Zweiten Weltkrieg, Forschungsarbeiten zur Nutzung dieser Energie fĂźr zivile oder militärische Zwecke. In Deutschland arbeiteten unter anderem Carl Friedrich von Weizsäcker und Werner Heisenberg an der Entwicklung eines Kernreaktors; die MĂśglichkeit einer Kernwaffe wurde gesehen, aber nicht ernsthaft verfolgt, weil die voraussehbare Entwicklungsdauer fĂźr den herrschenden Krieg zu lang erschien. In Los Alamos forschten im Manhattan-Projekt unter der Leitung von Robert Oppenheimer die Physiker Enrico Fermi, Hans Bethe, Richard Feynman, Edward Teller, Felix Bloch und andere. Obwohl dieses Projekt von Anfang an der Waffenentwicklung diente, fĂźhrten seine Erkenntnisse zum Bau der ersten zur Energiegewinnung genutzten Kernreaktoren.
Ăffentliche Diskussion
Kaum ein Gebiet der Physik hat durch seine Ambivalenz der friedlichen als auch zerstÜrerischen Nutzung die Üffentliche Diskussion mehr angeheizt: Fßr Fortschrittskritiker war die Kernphysik die Bßchse der Pandora, fßr Fortschrittsgläubige eine der nßtzlichsten Entdeckungen des 20. Jahrhunderts. Die Kernspaltungstechnik war der AuslÜser einer neuen Wissenschaftsethik (Hans Jonas, Carl Friedrich von Weizsäcker). Die politische Auseinandersetzung um den vernßnftigen und verantwortbaren Umgang mit der Kernenergie findet bis heute statt, z. B. in der Auseinandersetzung um den Atomausstieg Deutschlands.
Institute und Forschungseinrichtungen (Auswahl)
Weltweit gibt es eine groĂe Anzahl an Forschungseinrichtungen, die in der Kernphysik oder Kerntechnik forschen. Die Institute und Organisationen sind heutzutage meistens multidisziplinär aufgestellt und beinhalten häufig angrenzende Wissenschaften, wie die Teilchenphysik (Hochenergiephysik), Computerphysik usw.
Es werden im Folgenden einige bekannte Beispiele aufgezählt. Weitere Beispiele siehe Kerntechnik.
Deutschland
⢠DESY Hamburg
⢠GSI Darmstadt
⢠Max-Planck-Institut fßr Kernphysik, Heidelberg
⢠Ehem. Kernforschungsanlage Jßlich (KFA), heute Forschungszentrum Jßlich; dort das Nuclear Physics Institute (IKP)cite-ref-8[8]
⢠Ehem. Kernforschungszentrum Karlsruhe; dort immer noch aktiv das JRC Karlsruhe (ehem. Europäisches Institut fßr Transurane (ITU)) am KIT Karlsruhe
⢠Ehem. Hahn-Meitner-Institut fßr Kernforschung Berlin, heute Helmholtz-Zentrum Berlin fßr Materialien und Energie
⢠Institut fßr Kernphysik an der TU Darmstadtcite-ref-9[9]
⢠Institut fßr Kernphysik der Universität Mainzcite-ref-10[10]
⢠Institut fßr Kernphysik der Universität zu KÜlncite-ref-11[11]
⢠Max-Planck-Institut fßr Plasmaphysik (IPP)
⢠Ehem. Zentralinstitut fßr Kernforschung Rossendorf, heute Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf
Europa und International
⢠Frankreich: Commissariat Ă lâĂŠnergie atomique et aux ĂŠnergies alternatives (CEA) sowie das Centre national de la recherche scientifique (CNRS)
⢠England: Cavendish Laboratory, Clarendon Laboratory, Atomic Energy Research Establishment (A.E.R.E), bzw. ihre Nachfolgeorganisation United Kingdom Atomic Energy Authority (UKAEA)
⢠Russland, z. B. Vereinigtes Institut fßr Kernforschung oder Kurtschatow-Institut
⢠USA, einige der 17 National Laboratoriescite-ref-12[12], z. B. das Brookhaven National Laboratory (BNL)
Preise und Auszeichnungen
⢠Ernest Orlando Lawrence Award, USA
⢠Ernest Rutherford Medal and Prize, GB
⢠Flerov-Preis, UdSSR/RU
⢠Hans-A.-Bethe-Preis, American Physical Society (APS), USA
⢠Kurtschatow-Goldmedaille, UdSSR/RU
⢠Lise-Meitner-Preis der European Physical Society (EPS)
⢠Nuclear Innovation Prize, EU
⢠Tom-W.-Bonner-Preis fßr Kernphysik, USA
⢠Siehe auch die verwandten Preise und Auszeichnungen in der Kerntechnik und Radiochemie
Siehe auch
Literatur
Siehe auch
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Teilchenphysik
,
Atomphysik
und
Atomkern
Einsteiger
⢠Hans Paetz gen. Schieck: Atome, Kerne, Quarks â Alles begann mit Rutherford (= essentials). Springer Fachmedien Wiesbaden, Wiesbaden 2019, ISBN 978-3-658-24810-9, doi:10.1007/978-3-658-24811-6.
⢠Alexander Belyaev, Douglas Ross: The Basics of Nuclear and Particle Physics (= Undergraduate Texts in Physics). Springer International Publishing, Cham 2021, ISBN 978-3-03080115-1, doi:10.1007/978-3-030-80116-8 (englisch).
FachbĂźcher
⢠Gerhard Musiol, Johannes Ranft, Roland Reif, Dieter Seeliger (Hrsg.): Kern- und Elementarteilchenphysik. 2., korrigierte Auflage. Deutsch, Frankfurt am Main Thun 1995, ISBN 978-3-8171-1404-7.
⢠Klaus Bethge, Gertrud Walter, Bernhard Wiedemann: Kernphysik (= Springer-Lehrbuch). 3. Auflage. Springer Berlin Heidelberg, Berlin, Heidelberg 2008, ISBN 978-3-540-74566-2, doi:10.1007/978-3-540-74567-9.
⢠Bogdan Povh, Klaus Rith, Christoph Scholz, Frank Zetsche, Werner Rodejohann: Teilchen und Kerne (= Springer-Lehrbuch). 9. Auflage. Springer Berlin Heidelberg, Berlin, Heidelberg 2014, ISBN 978-3-642-37821-8, doi:10.1007/978-3-642-37822-5.
⢠Alexandre Obertelli, Hiroyuki Sagawa: Modern Nuclear Physics: From Fundamentals to Frontiers (= UNITEXT for Physics). Springer Singapore, Singapore 2021, ISBN 978-981-16-2288-5, doi:10.1007/978-981-16-2289-2.
Klassiker
⢠John M. Blatt, Victor F. Weisskopf: Theoretical Nuclear Physics. Springer New York, New York, NY 1979, ISBN 978-1-4612-9961-5, doi:10.1007/978-1-4612-9959-2 (Originaltitel: op. cit. 1952.). Dover 1991: ISBN 978-0-486-66827-7
⢠Hans A. Bethe, Philip Morrison: Elementary Nuclear Theory. Dover Publications, Mineola, NY 2006, ISBN 978-0-486-45048-3 (englisch, Originaltitel: op. cit. 1956.).
⢠Emilio Segrè: Experimental Nuclear Physics I, II und III. John Wiley & Sons, 1957.
⢠Gustav Hertz: Lehrbuch der Kernphysik I, II und III. Werner Dausien (Edition Leipzig), 1957, 1963.
⢠Leonard Eisenbud, Eugene P. Wigner: Nuclear Structure (= Investigations in Physics. Band 8). Rev. ed. Princeton University Press, Princeton, NJ 1958 (archive.org). Deutsche Ăbersetzung: EinfĂźhrung in die Kernphysik, BI-HochschultaschenbĂźcher, 1966.
⢠Irving Kaplan: Nuclear Physics (= Addison-Wesley Books in Nuclear Science and Engineering). 2nd Auflage. Addison-Wesley Publishing Company, 1962 (archive.org).
⢠Haro v. Buttlar: Einfßhrung in die Grundlagen der Kernphysik. Akademische Verlagsgesellschaft, Frankfurt am Main 1964.
⢠Theo Mayer-Kuckuk: Kernphysik. Vieweg+Teubner Verlag, Wiesbaden 1992, ISBN 978-3-519-43021-6, doi:10.1007/978-3-322-91795-9.
⢠Amos de-Shalit, Herman Feshbach: Theoretical Nuclear Physics â Vol.1: Nuclear Structure. John Wiley & Sons, New York 1974 (englisch).
⢠William F. Hornyak: Nuclear Structure. Academic Press, New York 1975, ISBN 978-0-12-356050-6 (archive.org).
⢠Emilio Segrè: Nuclei and Particles (= Advanced Book Program). 2. Auflage. Benjamin/Cummings Pub. Co., 1977 (archive.org).
Sachliteratur
⢠Steven Weinberg: Teile des Unteilbaren: Entdeckungen im Atom (= Spektrum der Wissenschaft. Band 2). 1984, ISBN 3-922508-66-9.
Weblinks
Wiktionary: Kernphysik
â Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Ăbersetzungen
⢠CERN Dokumentenserver
⢠National Nuclear Data Center (NNDC), umfangreiche Homepage des Brookhaven National Laboratory (BNL) zu verschiedensten Datensätzen der Kernphysik (inklusive âNuclear Wallet Cardsâ)
⢠Versuche und Aufgaben zur Kernphysik auf Schßlerniveau (LEIFI)
Einzelnachweise
cite-note-11. â Friedrich_Hund: Geschichte der physikalischen Begriffe. 2. Auflage. Bibliographisches Institut, Mannheim 1978. Band 2: Die Wege zum heutigen Naturbild. ISBN 3-411-05544-8.
cite-note-22. â JĂśrn Bleck-Neuhaus: Elementare Teilchen. Von den Atomen Ăźber das Standard-Modell bis zum Higgs-Boson. 2., Ăźberarbeitete Auflage. Springer, 2013, ISBN 978-3-642-32578-6, ISSN 0937-7433, doi:10.1007/978-3-642-32579-3.
cite-note-33. â Horst Wegener: Physik fĂźr Hochschulanfänger. Vieweg & Teubner, 1982. S. 462.
cite-note-44. â The Nobel Prize in Physics 1963. Abgerufen am 10. April 2023 (amerikanisches Englisch).
cite-note-55. â The Nobel Prize in Physics 1975. Abgerufen am 10. April 2023 (amerikanisches Englisch).
cite-note-66. â Walter Greiner, Joachim Maruhn: Collective Models. In: Nuclear Models. Springer Berlin Heidelberg, Berlin, Heidelberg 1996, ISBN 978-3-540-78046-5, S. 99â206, doi:10.1007/978-3-642-60970-1_6 (englisch, springer.com [abgerufen am 10. April 2023]).
cite-note-77. â Collective model | physics | Britannica. Abgerufen am 10. April 2023 (englisch).
cite-note-88. â Nuclear Physics Institute (IKP). FZ JĂźlich, abgerufen am 29. Mai 2024.
cite-note-99. â IKP: Start. TU Darmstadt, abgerufen am 3. Juli 2023.
cite-note-1010. â Johannes Gutenberg-Universität Mainz: Institut fĂźr Kernphysik. Abgerufen am 3. Juli 2023 (deutsch).
cite-note-1111. â Institut fĂźr Kernphysik (IKP). In: Mathematisch-Naturwissenschaftliche Fakultät. Universität zu KĂśln, abgerufen am 29. Mai 2024.
cite-note-1212. â National Laboratories. Department of Energy, abgerufen am 28. Mai 2024 (englisch).
cite-note-1313. â Honors and Awards -- ANS. Abgerufen am 3. November 2024.